Erfurt Lese

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Martin Kulinna
Feste – Festivals
Riten und Wallfahrten/Rituals and Pilgrimages
Bildband
Mit Texten von André Meier

Berührende, atmosphärisch dichte Schwarz-Weiß-Aufnahmen

Unsere Welt verliert rasant an Diversität. Multinationale Konzerne besetzen die Innenstädte und verwandeln sie in uniforme Einkaufs- und Vergnügungszonen. Und auch der Einzelne selbst hat sich längst diesem Egalisierungsgebot unterworfen. Martin Kulinna weiß, dass dieser Marsch in die Monotonie kaum zu stoppen ist. Aber gerade deshalb bereist er mit seiner Kamera beharrlich jene Orte, an denen kulturelle Vielfalt nicht nur behauptet, sondern auch tatsächlich gelebt wird. Seine Bilder zeigen uns Menschen, die sich gegen den globalen Trend stemmen, die an den Ritualen und Bräuchen ihrer Ahnen festhalten und sich mit ihren Kostümen, Tänzen und Gesängen stolz als eigenständige Wertegemeinschaft behaupten. Unter anderem werden Feste und Rituale in Bulgarien, Deutschland, Kuba, Litauen, Malta, Peru, Rumänien, Spanien und Teneriffa thematisiert.

Unser Leseangebot
Comthurhof

Comthurhof

Andreas Schareck

Wappen über dem Eingang
Wappen über dem Eingang

Das große Renaissancegebäude wurde 1573 fertiggestellt. Teile eines gotischen Vorgängerbaues wurden dabei einbezogen (Wendeltreppe und Teile des Erdgeschosses). Der Comthurhof war der Verwaltungssitz für einen Verwaltungsbereich (Comthurei) eines Ritterordens, hier des Deutschritterordens (Ordenszeichen: schwarzes Kreuz auf weißem Mantel). Vor allem die Wappentafel, das große Rundbogenportal und die profilierten Fenster machen den Reiz des Gebäudes aus. Die Wappen des damaligen Deutschmeisters, Wolfgang Schutzbar, des Landcomthurs von Rehen und des Comthur von Erfurt, Franz von Hatzfeld, werden hier präsentiert.

Comthurhof mit Renaissancetreppenturm
Comthurhof mit Renaissancetreppenturm


Die Rückseite des Baus erhält durch den sechseckigen Renaissancetreppenturm ihre Besonderheit. Eine gotische Treppenspindel führt in alle Stockwerke. Ab 1198 sind die Deutschritter in Erfurt nachweisbar, die das Gelände des späteren Comthurhofes erwarben.

1288 erhält der Kreuzritterorden das Patronatsrecht der Pfarrkirche und nutzte sie als Ordenskirche. Sie lag ganz nah hinter dem Comthurhof, wurde aber Mitte des 18. Jahrhunderts abgerissen; nur der Turm steht noch (Nikolaiturm), bis zur Spitze 68 m.

Comthurhof mit Nikolaiturm im Hintergrund
Comthurhof mit Nikolaiturm im Hintergrund


*****

Text: Andreas Schareck, Erfurt; mdv Mitteldeutscher Verlag Halle (Saale), 2014, S. 66

Fotos: T. Romstedt

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Comthurhof

Comthurgasse 4
99084 Erfurt

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