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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Pier 37

Pier 37

Tina Schneider

Wenn man zum „Pier 37“ auf der Langen Brücke möchte, sieht man schon aus der Entfernung dessen idyllische Platzierung. Gleich hinter einer kleinen Brücke, die über die Gera führt, befindet sich der Außenbereich des Restaurants. Abends ist er wunderschön beleuchtet, sodass man vor allem im Sommer draußen sitzend den Abend genießen kann. Die gemütliche Atmosphäre geht im behaglich eingerichteten Innenbereich weiter. Im Erdgeschoss und der ersten Etage findet der normale Restaurantbetrieb statt. In der zweiten Etage, dem „Speicher“, befindet sich ein Veranstaltungsraum mit Theke und 75 Plätzen, der für private Feiern angemietet werden kann.

Zur Kürbiszeit im "Pier 37"
Zur Kürbiszeit im "Pier 37"

Die Speisekarte ist klein, aber fein, wodurch jedes einzelne Gericht zu etwas ganz Besonderem wird. Sie bietet dem Gast eine regionale Küche und wird je nach Monat um saisonale Köstlichkeiten erweitert. So gibt es zum Beispiel von April bis Juni Gerichte mit regionalem Spargel vom Spargelhof Kutzleben und von September bis Oktober „Wiesn-Schmankerl & Kürbis“-Gerichte. (Mich hat das Hähnchenbrustfilet mit Obazdakruste auf Kürbisragout mit Spätzle begeistert!)

Das Personal ist sehr freundlich und zuvorkommend. Noch bevor die bestellten Gerichte gebracht wurden, haben wir eine kleine Vorspeise aus Baguette und einem Paprika-Dip bekommen. Während des Besuches wurde sich regelmäßig vergewissert, ob wir noch einen Wunsch hätten und ob auch alles nach unserem Geschmack sei. Auf individuelle Bitten wird dabei gern Rücksicht genommen, sodass man merkt, dass sich um jeden einzelnen Gast gekümmert wird.

Das „Pier 37“ liegt recht zentral und ist mit der Bahn gut zu erreichen. Zudem ist es barrierefrei für jeden zugänglich, da die zuvor erwähnte Brücke nicht der einzige Zugang ist und es im Restaurant einen Fahrstuhl gibt.

Die Plätze sind allerdings heiß begehrt, sodass sich eine vorherige Reservierung empfiehlt. Dienstags bis sonntags ist das Restaurant ab 11:00 Uhr geöffnet, montags ist Ruhetag.

Für jeden Anlass ist das „Pier 37“ einen Besuch wert.

 

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Fotos: Tina Schneider

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Pier 37

Lange Brücke 37A
99084 Erfurt

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