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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Erthal-Obelisk

Erthal-Obelisk

Anette Huber-Kemmesies

Die 18 Meter hohe freistehende Spitzsäule wurde zu Ehren des letzten kurmainzischen Fürsten und Erzbischof Friedrich Karl Joseph von Erthal (1719–1802) im Jahre 1777 auf dem Erfurter Domplatz errichtet. Der Obelisk wurde aus in Wandersleben abgebautem Sandstein gefertigt und ist mit zahlreichen Ehrensymbolen, wie Lorbeerkränzen um das Bildnis Erthals herum, verziert. Der Sockel besteht aus Granit.

Auch ein Schriftzug, der heute kaum noch zu entziffern ist, weißt auf die Bedeutung Erthals hin, der sich durch seine Bildungs- und Sozialreformen, auch für Erfurt, auszeichnete. Trotz oder gerade durch die mehrfache Restaurierung und aufgrund von Witterungen ist folgende Inschrift nicht mehr eindeutig lesbar, doch konnte sie mit technischen Mitteln sichtbar gemacht werden:

 

„DEM BESTEN VATER DES LANDES
FRIEDRICH CARL IOSEPH
DES HEIL. STUHLES ZU MAINZ ERZBISCHOFF
DES HEIL. RÖM. R. DURCH GERM. ERZKANZLER UND CHURFÜRST
AUCH FÜRST UND BISCHOFF ZU WORMS etc. etc. GEBOREN
DEN 3. JANUARII 1719. ERWÆHLT DEN 18. JULI 1774.
IN HOECHST EIGNER PERSON GEGENWÆRTIG IN
ERFURT DEN 17. MAII 1777. DIESES DENKMAL HABEN
ZU EWIGEM GEDÆCHTNISS AUS TIEFST GEBÜHRENDER
DANKBARKEIT DER HÖCHST GNÆDIGEN HULDREICHSTEN
GEGENWART SEINER CHURFÜRSTLICHEN GNADEN
ERRICHTET DIE TREUEN UNTERTHANEN
HIESIGER STADT ERFURT."

 

***
(Quelle: Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Thüringen, Deutscher Kunstverlag 1998) 
Fotos: Tina Romstedt

Obelisk InschriftObelisk_WappenObelisk_PortraitObelisk_Initialien

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Erthal-Obelisk

Domplatz
99084 Erfurt

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