Erfurt Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
www.erfurt-lese.de
Unser Leseangebot

Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Erthal-Obelisk

Erthal-Obelisk

Anette Huber-Kemmesies

Die 18 Meter hohe freistehende Spitzsäule wurde zu Ehren des letzten kurmainzischen Fürsten und Erzbischof Friedrich Karl Joseph von Erthal (1719–1802) im Jahre 1777 auf dem Erfurter Domplatz errichtet. Der Obelisk wurde aus in Wandersleben abgebautem Sandstein gefertigt und ist mit zahlreichen Ehrensymbolen, wie Lorbeerkränzen um das Bildnis Erthals herum, verziert. Der Sockel besteht aus Granit.

Auch ein Schriftzug, der heute kaum noch zu entziffern ist, weißt auf die Bedeutung Erthals hin, der sich durch seine Bildungs- und Sozialreformen, auch für Erfurt, auszeichnete. Trotz oder gerade durch die mehrfache Restaurierung und aufgrund von Witterungen ist folgende Inschrift nicht mehr eindeutig lesbar, doch konnte sie mit technischen Mitteln sichtbar gemacht werden:

 

„DEM BESTEN VATER DES LANDES
FRIEDRICH CARL IOSEPH
DES HEIL. STUHLES ZU MAINZ ERZBISCHOFF
DES HEIL. RÖM. R. DURCH GERM. ERZKANZLER UND CHURFÜRST
AUCH FÜRST UND BISCHOFF ZU WORMS etc. etc. GEBOREN
DEN 3. JANUARII 1719. ERWÆHLT DEN 18. JULI 1774.
IN HOECHST EIGNER PERSON GEGENWÆRTIG IN
ERFURT DEN 17. MAII 1777. DIESES DENKMAL HABEN
ZU EWIGEM GEDÆCHTNISS AUS TIEFST GEBÜHRENDER
DANKBARKEIT DER HÖCHST GNÆDIGEN HULDREICHSTEN
GEGENWART SEINER CHURFÜRSTLICHEN GNADEN
ERRICHTET DIE TREUEN UNTERTHANEN
HIESIGER STADT ERFURT."

 

***
(Quelle: Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Thüringen, Deutscher Kunstverlag 1998) 
Fotos: Tina Romstedt

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Rosa-Luxenburg-Denkmal
von Anette Huber-Kemmesies
MEHR
Müffling-Grabmal
von Christine Albach
MEHR
Eulenspiegel-Denkmal
von Anette Huber-Kemmesies
MEHR
Meister-Eckhart-Portal
von Winfried Neubert
MEHR

Erthal-Obelisk

Domplatz
99084 Erfurt

Detailansicht / Route planen

Anzeige:
Unsere Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Inhalte stimmen Sie der Verwendung zu. Akzeptieren Weitere Informationen