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Winckelmann im Kreise der Gelehrten

Klaus-Werner Haupt

Das Gemälde "Winckelmann im Kreise der Gelehrten in der Nöthnitzer Bibliothek" von Theobald Reinhold Anton Freiherr von Oer steht im Mittelpunkt dieser Abhandlung über Winckelmann. Es dient dem Autor als Vorlage für eine kurze szenische Darstellung, in der die Geisteshaltungen und die Kontroversen der zwölf Gelehrten sichtbar werden.
Insgesamt besteht das Heft aus drei Teilen. Einem Kurzabiss zum Maler von Ohr, dessen Bild im Mittelpunkt steht, dann der szenischen Abhandlung, die das Bild zum Leben erweckt. Anschließend wird in einem wissenschaftlichen Abriss Winckelmann als Wegbereiter der Weimarer Klassik abgehandelt.

Richard-Breslau-Denkmal

Richard-Breslau-Denkmal

Tina Romstedt

Biegt man von der Löberstraße stadtauswärts kommend nach rechts in den Parkweg am Flutgraben ab, erblickt man ein Denkmal, von dem viele nicht zu sagen wissen, zu wessen Gedenken es errichtet wurde. Es ist aus Sandstein gefertigt und befindet sich direkt auf dem Grünstreifen zwischen den beiden Wegen. Erst bei näherem Herantreten gibt die Inschrift dem Betrachter preis, dass es sich um eine Gedenkstätte für Richard Breslau handelt.

Das eingearbeitete Reliefportrait zeigt den Mann, der für die Entwicklung der Stadt Erfurt von einiger Bedeutung war. Als erster Oberbürgermeister Erfurts stand Breslau 1871 vor der Herausforderung, den Bedürfnissen des aus seinen Mauern wachsenden, gleichsam seine Mauern sprengenden Erfurts in allen Angelegenheiten gerecht zu werden. In seiner 18-jährigen Amtszeit stellte er sich allen Problemen der Stadt mit weitsichtigen Entscheidungen. Die Anlegung des Flutgrabens gilt bis heute als sein größter Verdienst für die Stadt.

 

Nach Breslaus Tod beauftragte der Magistrat der Stadt den Bildhauer Carl Melville mit der Errichtung eines repräsentativen Gedenkortes. Enthüllt wurde 1912 eine ganze Brunnenanlage, von der heute nur noch die Stelengruppe erhalten ist. Die Flachrelieffigur rechts nimmt Bezug auf Breslaus Förderung von Industrie und Bauwesen. Die linke männliche Figur symbolisiert mit dem Hermesstab und geflügeltem Rad Breslaus Verdienste um Handel und Verkehr (Eisenbahn). Das Wasserbecken und die Putten gingen bei der Umsetzung des Denkmals in den 50er Jahren verloren. Schade.


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Fotos: Tina Romstedt

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