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Roland Opitz
Kennst du Fjodor Dostojewski?

Das Leben Dostojewskis glich einer Achterbahnfahrt: stetig pendelnd zwischen Verehrung und Verachtung, zwischen Erfolg, Spielsucht und Geldnot. Mit 28 Jahren wurde er wegen revolutionärer Gedanken des Hochverrats angeklagt und zum Tode verurteilt, landet dann aber im sibirischen Arbeitslager.
Er gilt als Psychologe unter den Schriftstellern, derjenige der hinab schauen kann in die Abgründe der menschlichen Seele. Diese Biografie ist gespickt mit Auszügen aus seinen Meisterwerken sowie mit einigen seiner Briefe, die einen offenherzigen Menschen zeigen.

Hebräische Handschriften

Hebräische Handschriften

Maria Stürzebecher

Aus Erfurt stammen 15 mittelalterliche hebräische Handschriften, die heute in der Staatsbibliothek zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz aufbewahrt werden. Sie sind zwischen dem 11. Jahrhundert und 1349 entstanden und gehörten wohl der jüdischen Gemeinde von Erfurt.

In diesem Konvolut befinden sich einige ganz besondere Handschriften, beispielsweise die sogenannte „Bibel Erfurt 1". Sie besteht aus zwei Bänden, die jeweils 50 Kilogramm schwer sind, und ist damit die größte bekannte hebräische Bibelhandschrift aus dem Mittelalter. Eine Besonderheit sind die Mikrografien, aus Schriftbändern gebildete Darstellungen, die viele Seiten der Bibel zieren. Aus Erfurt stammen auch vier der insgesamt nur zehn erhaltenen mittelalterlichen Torarollen aus dem aschkenasischen Raum, darunter auch die größte bekannte Rolle dieser Art.

 

Foto: Albrecht von Kirchbach 


Während die hebräischen Handschriften das überaus entwickelte Geistesleben der Erfurter Gemeinde im Mittelalter belegen, ist der „Erfurter Judeneid" ein wichtiges Zeugnis für die rechtliche Stellung der Juden in unserer Stadt. Er erlaubte es Erfurter Juden, vor Gericht ihre Aussagen zu beschwören. Unter Erzbischof Konrad I. (1161–1177, 1183–1200) entstanden ist der Erfurter Eid der älteste Judeneid in deutscher Sprache.

Mittelalterliche Handschriften können aus konservatorischen Gründen nur eine begrenzte Zeit im Original gezeigt werden und sind daher im Obergeschoss der Synagoge hauptsächlich als Faksimiles zu sehen.


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