Erfurt Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
www.erfurt-lese.de

Weiterempfehlen

Unser Leseangebot

Winckelmann im Kreise der Gelehrten

Klaus-Werner Haupt

Das Gemälde "Winckelmann im Kreise der Gelehrten in der Nöthnitzer Bibliothek" von Theobald Reinhold Anton Freiherr von Oer steht im Mittelpunkt dieser Abhandlung über Winckelmann. Es dient dem Autor als Vorlage für eine kurze szenische Darstellung, in der die Geisteshaltungen und die Kontroversen der zwölf Gelehrten sichtbar werden.
Insgesamt besteht das Heft aus drei Teilen. Einem Kurzabiss zum Maler von Ohr, dessen Bild im Mittelpunkt steht, dann der szenischen Abhandlung, die das Bild zum Leben erweckt. Anschließend wird in einem wissenschaftlichen Abriss Winckelmann als Wegbereiter der Weimarer Klassik abgehandelt.

Erfurter Schatz

Erfurter Schatz

Maria Stürzebecher

Das Schmuckstück des Erfurter Schatzes
Das Schmuckstück des Erfurter Schatzes

Als der Erfurter Schatz 1998 kurz vor dem Abschluss archäologischer Untersuchungen mitten im ehemaligen jüdischen Quartier auf dem Grundstück Michaelisstraße 43 unter der Mauer eines Kellerzugangs entdeckt wurde, konnte niemand absehen, welches Aufsehen dieser Fund erregen würde. Heute ist der Keller Teil eines Neubaukomplexes und dient als Abstellraum für Fahrräder.

Der Schatz ist in Umfang und Zusammensetzung einmalig und hat ein Gesamtgewicht von fast 30 Kilogramm. Mit etwa 24 Kilogramm machen 3141 Silbermünzen sowie 14 silberne Barren verschiedener Größen und Gewichte quantitativ den größten Anteil aus. Außerdem enthielt der Fund mehr als siebenhundert Einzelstücke gotischer Goldschmiedekunst in teilweise exzellenter Ausführung. Dabei handelt es sich um ein Ensemble an Silbergeschirr, bestehend aus einem Satz von acht Bechern, einer Kanne, einer Trinkschale sowie einem Doppelkopf. An Schmuckstücken sind besonders acht Broschen verschiedener Größe und Form mit zum Teil üppigem Steinbesatz hervorzuheben sowie acht Ringe aus Gold und Silber. Kleinere Objekte wie Gürtelteile und Gewandbesatz machen den zahlenmäßig größten Anteil der Goldschmiedearbeiten aus.

Der ehemalige Besitzer versteckte diese Wertsachen vor dem Pogrom von 1349. Es war wohl der jüdische Geldhändler Kalman von Wiehe, der den Pogrom vom 21. März nicht überlebte.

Nach Ausstellungen in Paris, New York und London wird der Schatz heute im Keller der Alten Synagoge präsentiert und ist damit an seinem dauerhaften Ausstellungsort angekommen.


weiter zu:
Hebräische Handschriften
Baugeschichte Alte Synagoge

---

Bilder: Stadt Erfurt; Atelier Papanfuss.