Erfurt Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
www.erfurt-lese.de
Unser Leseangebot

NEU

London kommt!

Pückler und Fontane in England

Klaus-Werner Haupt

Hardcover, 140 Seiten, 2019

Im Herbst 1826 reist Hermann Fürst von Pückler-Muskau erneut auf die Britischen Inseln, denn er ist auf der Suche nach einer vermögenden Braut. Aus der Glücksjagd wird eine Parkjagd, in deren Folge die Landschaftsgärten von Muskau und Branitz entstehen. Auch die Bewunderung für die feine englische Gesellschaft wird den Fürsten zeitlebens begleiten.

Theodor Fontane kommt zunächst als Tourist nach London, 1852 als freischaffender Feuilletonist, 1855 im Auftrag der preußischen Regierung. Seine journalistische Tätigkeit ist weitgehend unbekannt, doch sie bietet ein weites Feld für seine späteren Romane.

Die vorliegende Studie verbindet auf kurzweilige Art Biografisches mit Zeitgeschehen. Die Erlebnisse der beiden Protagonisten sind von überraschender Aktualität.

Erfurter Schatz

Erfurter Schatz

Maria Stürzebecher

Das Schmuckstück des Erfurter Schatzes
Das Schmuckstück des Erfurter Schatzes

Als der Erfurter Schatz 1998 kurz vor dem Abschluss archäologischer Untersuchungen mitten im ehemaligen jüdischen Quartier auf dem Grundstück Michaelisstraße 43 unter der Mauer eines Kellerzugangs entdeckt wurde, konnte niemand absehen, welches Aufsehen dieser Fund erregen würde. Heute ist der Keller Teil eines Neubaukomplexes und dient als Abstellraum für Fahrräder.

Der Schatz ist in Umfang und Zusammensetzung einmalig und hat ein Gesamtgewicht von fast 30 Kilogramm. Mit etwa 24 Kilogramm machen 3141 Silbermünzen sowie 14 silberne Barren verschiedener Größen und Gewichte quantitativ den größten Anteil aus. Außerdem enthielt der Fund mehr als siebenhundert Einzelstücke gotischer Goldschmiedekunst in teilweise exzellenter Ausführung. Dabei handelt es sich um ein Ensemble an Silbergeschirr, bestehend aus einem Satz von acht Bechern, einer Kanne, einer Trinkschale sowie einem Doppelkopf. An Schmuckstücken sind besonders acht Broschen verschiedener Größe und Form mit zum Teil üppigem Steinbesatz hervorzuheben sowie acht Ringe aus Gold und Silber. Kleinere Objekte wie Gürtelteile und Gewandbesatz machen den zahlenmäßig größten Anteil der Goldschmiedearbeiten aus.

Der ehemalige Besitzer versteckte diese Wertsachen vor dem Pogrom von 1349. Es war wohl der jüdische Geldhändler Kalman von Wiehe, der den Pogrom vom 21. März nicht überlebte.

Nach Ausstellungen in Paris, New York und London wird der Schatz heute im Keller der Alten Synagoge präsentiert und ist damit an seinem dauerhaften Ausstellungsort angekommen.


weiter zu:
Hebräische Handschriften
Baugeschichte Alte Synagoge

---

Bilder: Stadt Erfurt; Atelier Papanfuss.

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Hebräische Handschriften
von Maria Stürzebecher
MEHR
Baugeschichte Alte Synagoge
von Maria Stürzebecher
MEHR
Mittelalterliche Mikwe
von Anette Huber-Kemmesies
MEHR
ehemals jüdischer Friedhof
von Anette Huber-Kemmesies
MEHR