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Eberhard Schmidt
Wohin in dieser Welt?
Der Maler Franz Radziwill
Biografie

Die erste Biografie über den berühmten Maler aus Dangast

Franz Radziwill (1895–1983) gehört neben Otto Dix und George Grosz zu den führenden Exponenten der Stilrichtung »Neue Sachlichkeit«. Sein umfangreiches Œuvre, das mehr als 850 Gemälde umfasst, ist mit dem Etikett »Magischer Realismus« versehen worden. Als visionärer Realist, dessen dramatische Bildwelt die Ambivalenz der Technik und die Zerstörung unserer natürlichen Umwelt zum Inhalt hat, ist seine Aktualität ungebrochen. Darüber hinaus hat er Gedichte und Prosatexte hinterlassen, ebenso Tagebücher, Briefe und Zeitungsartikel.
Eberhard Schmidt hat die wechselvolle Lebensgeschichte Franz Radziwills vor dem Hintergrund des katastrophengeschüttelten 20. Jahrhunderts in seiner aufwendig recherchierten Biografie detailreich rekonstruiert.

Haus zum Stötzel

Haus zum Stötzel

Andreas Schareck

Das „Haus zum Stötzel“ passt sich im Baustil an den „Breiten Herd“ an. Es wurde aber ca. 300 Jahre später im Stil der Neorenaissance nach Plänen des Architekten Carl Frühling erbaut. Im Giebel steht in Goldschrift die Jahreszahl 1892. Im Unterschied zum „Breiten Herd“ fehlen leuchtende Farben, denn Ende des 19. Jahrhunderts war dies nicht modern. Allein Goldtöne setzen gelungen Akzente am Haus. Auch hier steht auf der Giebelspitze wieder ein gerüsteter Mann. Weitere Figuren zieren die Fassade. Eine Madonna auf der Mondsichel stehend hält den Jesusknaben im Arm. Merkur symbolisiert Kunsthandwerk und Handel, eine weibliche Allegorie das Kunstgewerbe. An den Sinnenfries des Nachbarhauses schließt sich hier ein weiteres Reliefband an.

Der Bildhauer Adalbert Deutschmann verkörperte die vier Tugenden nach Platon in Frauengestalt. Die Gerechtigkeit (iustitia), die Klugheit (prudentia), die Tapferkeit (fortitudo) und die Genügsamkeit (temperantia). Als 1925 die Handwerkskammer das „Haus zum Stötzel“ und das „Haus zum Breiten Herd“ erwarb, prägte sich für das Ensemble der Name „Gildehaus“.


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Fotos: T. Romstedt

Text: Andreas Schareck, Erfurt; mdv Mitteldeutscher Verlag Halle (Saale), 2014, S. 55

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Fischmarkt 14-16
99084 Erfurt

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