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Martinsfest - Wir feiern Martini

Florian Russi

Kleine Broschüre mit Texten und Liedern zum Martinstag

Laterne, Laterne ... Im dunklen Monat November hält das Martinsfest einen Lichtpunkt für uns bereit. Vor allem Kinder freuen sich weit im Voraus auf den Martinstag, um mit ihren leuchtenden Laternen durch den Ort zu ziehen. Die Hintergründe zur Geschichte des festes und den traditionellen Bräuchensind in dieser Broschüre festgehalten. Mit einer Anleitung für eine selbstgebastelte Laterne, drei leckeren Rezepten und vielen Liedern, Gedichten und Reimen ist sie ein idealer Begleiter für jedermann.

Gustav-Adolf-Brunnen

Gustav-Adolf-Brunnen

Tina Romstedt

Der Gustav-Adolf-Brunnen neben der Erfurter Predigerkirche
Der Gustav-Adolf-Brunnen neben der Erfurter Predigerkirche

König Gustav Adolf II. von Schweden wurde einst von den Erfurtern als Held des Dreißigjährigen Krieges verehrt. Er galt als Schützer des protestantischen Glaubens, als „Retter mit dem Schwert". Schließlich konnten die Erfurter mit seiner Hilfe die Herrschaft des katholischen Erzbischofs aus Mainz zumindest für einige Zeit abschütteln und hegten die Hoffnung, durch ihn in den Stand der freien Reichsstädte erhoben zu werden.

Anfang des Zwanzigsten Jahrhunderts, einer Zeit der allgemeinen Historisierung, erinnerten sich die Erfurter an den einstigen Helden. Man beschloss, ihm zu Ehren neben der Predigerkirche ein Denkmal zu setzen. Der Ort war gut gewählt: Gustav Adolf hatte diese Kirche als Pfarrkirche genutzt und bei seinem Aufenthalt in Erfurt hier selbst Andachten beigewohnt.

Der Bildhauer Carl Melville, der von 1909–1934 an der Erfurter Kunstgewerbsschule unterrichtete, wurde mit der Errichtung des Gustav-Adolf-Gedenkbrunnens beauftragt. Die feierliche Einweihung, zu der auch das schwedische Königshaus geladen worden war, fand am 10. November des Jahres 1911 statt.

königlicher Löwe mit Erfurter Stadtwappen
königlicher Löwe mit Erfurter Stadtwappen
Der Tag war bewusst gewählt: Seit jeher feiert die Stadt Erfurt am 10. November das Martinsfest zu Ehren Martin Luthers, das der Erfurter schlicht Martini nennt. Zudem jährte sich im Herbst jenen Jahres der Einzug des Schwedenkönigs in die Stadt Erfurt zum 280sten Male und die Schweden selbst feierten 1911 das 300-jährige Jubiläum der Thronbesteigung dieses Heldenkönigs.  Als Gesandter des schwedischen Königshauses war zur Denkmaleinweihung dann tatsächlich der Bischof von Gotland zugegen.

Der Gustav-Adolf-Brunnen besteht aus einer aus Sandstein gefertigten Säule zu deren beiden Seiten ein Wasserbecken anschließt. Zur Vorderseite hin ist in der Mitte der Säule ein Porträtmedaillon Gustav Adolfs eingefügt. Oben auf sitzt ein Löwe und präsentiert das Erfurter Wappen. Der gesamte Gedenkbrunnen ist schlicht gehalten als Ausdruck der Frömmigkeit des ehemaligen Schwedenkönigs. Unterstrichen wird der Aspekt des frommen Königs durch die Darstellung von Bibel und Schwert sowie Palmzweig und Kelch. Die Säule umläuft ein Schriftzug mit den Anfangsversen eines Kirchenliedes: „Verzage nicht, Du Häuflein klein, Gott ist mein Harnisch."


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Gustav Adolf als Erfurter Riemergeselle, Sage

Fotos: Tina Romstedt

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Gustav-Adolf-Brunnen

Predigerstraße
99084 Erfurt

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