Erfurt-Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
Erfurt-Lese
Unser Leseangebot

Luther im Himmel

Das jünste Gericht

Christoph Werner

Der große Reformator steht vor dem jüngsten Gericht; er ist angeklagt, auf Erden wahrhaft unchristlich gehandelt zu haben, da er Hexen, Juden und andere Gegner zu ersäufen oder zu pfählen empfahl. Nun muss er sich vor Gott rechtfertigen, warum er gegen das biblische Gebot der Nächstenliebe verstoßen habe.

Napoleon im Erfurter Volksmunde

Napoleon im Erfurter Volksmunde

Der Eindruck, den der Kaiser Napoleon I. auf die Erfurter gemacht hat, spiegelt sich in der Erzählung, dass dieser während seines Aufenthaltes in Erfurt auf seinem Schimmel die breiten Domstufen hinauf und herunter geritten sei.

Als er nach der Schlacht bei Leipzig noch einmal versuchte, seine Heerestrümmer hier zu sammeln, um den nachrückenden Siegern entgegentreten zu können, besichtigte er die Befestigungen des Petersberges. Auch hierbei soll er sich als kühner Reiter gezeigt haben. Er ritt nach der Überlieferung auf dem schmalen Steinrande der Festungsmauer, wo sie am höchsten ist, neben dem Abgrunde dahin. Man sagt, er habe es getan, um in seiner Verzweiflung über die verlorene Schlacht den Tod zu finden, ohne den Anschein des Selbstmordes zu erwecken. Aber sein trefflicher Schimmel vereitelte das Vorhaben seines Herren.

----

Überlieferungen gefunden in:

Schulrat Dr. Kürsten/ Rektor Leineweber (Hrsg.): O du Heimatflur. Eine Heimatkunde der Stadt Erfurt in Einzelschriften. Heft 1. Erfurter Sagen, Kenser´sche Buchhandlung Erfurt (ca. 1940)

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Erbauer der Lehmannsbrücke
von Anette Huber-Kemmesies
MEHR
Anzeige:
Unsere Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Inhalte stimmen Sie der Verwendung zu. Akzeptieren Weitere Informationen