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Die verlassene Schule bei Tschernobyl - Lost Place

Nic

Am 26. April 1986 kam es im Atomkraftwerk Tschernobyl zu einer der schlimmsten Nuklearkatastrophen. Die freigesetzte Radioaktivität entsprach dem zehnfachen der Atom-Bombe von Hiroshima 1945. Erst drei Tage später wurde die 3 km entfernte Stadt Prypjat evakuiert und alle Bürger mussten ab 14 Uhr "vorübergehend" ihren Wohnort verlassen. Seither ist die Mittelschule der Stadt verwaist.

30 Jahre Leerstand hinterlassen Ihre Spuren. Doch genau die machen den Ort sehenswert. Der Großteil der Mittelschule ist in einem unberührten Verfallszustand. Die Wände verlieren ihre Farbe, die alten Schulbücher erinnern an den einstigen Schulalltag. Das Heft zeigt Klassenräumen, Flure, die Turnhalle und die große Schulaula.

Das Heft bietet in der Mitte ein doppelseitiges Poster.

ISBN: 978-3-86397-121-2

Preis: 3,00 €

Burkardts Raben

Burkardts Raben

Um den Mönch Burkardt oder Becker aus dem Kloster Schulpforta ranken sich viele Legenden. So soll er für den verheerenden Brand im Jahre 1472 verantwortlich gewesen sein. Die folgende Sage beschreibt nun die Hinrichtung des Mönches im Steiger, wo sich heute noch ein Steinkreuz befindet. Zentrales Thema, neben der Hinrichtung selbst und der Ergreifung seiner Helfer, sind die Raben, die Burkardt als Engel bezeichnet haben soll. Die Symbolik dieser im Polytheismus verehrten Tiere hat sich im Zuge der Christianisierung zum Negativen gewandelt. So werden sie nicht mehr als Symbole der Weisheit verehrt, sondern als Boten des Bösen und Unheils verachtet. Dies verleiht dem Charakter des Mönches besonderen Ausdruck.

Anette Huber-Kemmesies

„Nachdem der Mönch Burkardt dem Henker übergeben war, führte ihn dieser vor den Graden vor Gericht und sprach über ihn sein Urtheil. Dann führte er ihn in den Fahrweg, band ihn an eine Säule und riß ihn 21 mal mit glühenden Zangen, so daß man ihn in den Leib sehen konnte und fragte ihn und sprach: Herr, erbarmet es euch nicht, daß ihr die zwei Stifter sammt andern Gotteshäusern so erbärmlich verderbet habt? Nein, antwortete der Schelm, sondern es jammert mich, daß nicht vollends das Peterskloster auch in Grund abgebrannt ist. Wann das geschehen wäre, wollte ich desto lieber sterben. So ward er vor die Stadt geführt und mit noch zweien andern, die ihm geholfen hatten, auf einen Holzstoß gesetzt. Derselben einer war ein Schneider. Dem hatte der Mönch nicht mehr, denn einmal zu essen gegeben, da er ihm Wache hielt, als er bei S. Veit das Feuer selbst angelegt. Als man den Mordbrenner aber angebunden hatte, kamen viel großer, schwarzer Raben herzugeflogen. Die sahe der Möche und sprach: „Da kommen meine lieben Engel, die wollen mich holen." Also stand er, und ward mit den zweien lebendig verbrannt. Danach bekam man seiner Gesellen noch vier, die mußten auch ins Feuer und soll einer von dieser Rotte in einen Gasthof in Naumburg gekommen sein und des Nachts im Schlafe geschrieen haben: Ach du armes Erfurt! Woraus man gemutmaßet, er möchte das Feuer selbst angelegt haben, und hat er´s, da man ihn ergriffen, bald bekannt. Zwei aber kamen davon. (Hogel S. 64)"

 

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Quelle: Heinrich Kruspe: Sagenbuch der Stadt Erfurt, Gesamtausgabe von 1877

Bild: pambieni_pixelio

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