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Die verlassene Schule bei Tschernobyl - Lost Place

Nic

Am 26. April 1986 kam es im Atomkraftwerk Tschernobyl zu einer der schlimmsten Nuklearkatastrophen. Die freigesetzte Radioaktivität entsprach dem zehnfachen der Atom-Bombe von Hiroshima 1945. Erst drei Tage später wurde die 3 km entfernte Stadt Prypjat evakuiert und alle Bürger mussten ab 14 Uhr "vorübergehend" ihren Wohnort verlassen. Seither ist die Mittelschule der Stadt verwaist.

30 Jahre Leerstand hinterlassen Ihre Spuren. Doch genau die machen den Ort sehenswert. Der Großteil der Mittelschule ist in einem unberührten Verfallszustand. Die Wände verlieren ihre Farbe, die alten Schulbücher erinnern an den einstigen Schulalltag. Das Heft zeigt Klassenräumen, Flure, die Turnhalle und die große Schulaula.

Das Heft bietet in der Mitte ein doppelseitiges Poster.

 

ISBN: 978-3-86397-121-2

Preis: 3,00 €

Hebräische Handschriften

Hebräische Handschriften

Maria Stürzebecher

Aus Erfurt stammen 15 mittelalterliche hebräische Handschriften, die heute in der Staatsbibliothek zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz aufbewahrt werden. Sie sind zwischen dem 11. Jahrhundert und 1349 entstanden und gehörten wohl der jüdischen Gemeinde von Erfurt.

In diesem Konvolut befinden sich einige ganz besondere Handschriften, beispielsweise die sogenannte „Bibel Erfurt 1". Sie besteht aus zwei Bänden, die jeweils 50 Kilogramm schwer sind, und ist damit die größte bekannte hebräische Bibelhandschrift aus dem Mittelalter. Eine Besonderheit sind die Mikrografien, aus Schriftbändern gebildete Darstellungen, die viele Seiten der Bibel zieren. Aus Erfurt stammen auch vier der insgesamt nur zehn erhaltenen mittelalterlichen Torarollen aus dem aschkenasischen Raum, darunter auch die größte bekannte Rolle dieser Art.

 

Foto: Albrecht von Kirchbach 


Während die hebräischen Handschriften das überaus entwickelte Geistesleben der Erfurter Gemeinde im Mittelalter belegen, ist der „Erfurter Judeneid" ein wichtiges Zeugnis für die rechtliche Stellung der Juden in unserer Stadt. Er erlaubte es Erfurter Juden, vor Gericht ihre Aussagen zu beschwören. Unter Erzbischof Konrad I. (1161–1177, 1183–1200) entstanden ist der Erfurter Eid der älteste Judeneid in deutscher Sprache.

Mittelalterliche Handschriften können aus konservatorischen Gründen nur eine begrenzte Zeit im Original gezeigt werden und sind daher im Obergeschoss der Synagoge hauptsächlich als Faksimiles zu sehen.


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