Erfurt-Lese

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Erfurt-Lese

Siegfried Wittenburg
Leben in der Utopie
Fotografien 1980–1996
Mit einer Einführung von Valeria Liebermann
Bild-Text-Band

Siegfried Wittenburg ist heute einem großen Publikum durch seine viel beachteten Beiträge auf dem Zeitgeschichten-Portal einestages (SPIEGEL ONLINE) bekannt. Stets schafft er es dabei, mit poetischen Fotos und unterhaltsamen Berichten sein Publikum zu fesseln. Er zeigt seine Werke regelmäßig in Ausstellungen, beteiligt sich an Fotoproduktionen und Buchpublikationen.
Begonnen zu fotografieren hat Wittenburg in der DDR der späten siebziger Jahre. Der Autodidakt nahm ab 1981 an Ausstellungen teil, wurde Leiter eines Fotoklubs. Als er sich der Zensierung von Fotografien verweigerte, musste er zeitweilig seine Funktion aufgeben, erhielt Hausverbot.
Der Bild-Text-Band versammelt seine besten Geschichten auf einestages.spiegel.de und präsentiert zugleich das fotografische Œuvre Wittenburgs. So gelingt nicht nur ein spannender bis amüsanter Blick auf die DDR der kleinen Leute, sondern auch auf die Zeit der friedlichen Revolution und der unmittelbaren Nachwendezeit.

Unser Leseangebot
Haus zum goldenen Schwan

Haus zum goldenen Schwan

Andreas Schareck

Steht man gegenüber dem Gasthaus „Zum Goldenen Schwan“ gelingt ein guter Blick auf das alte Gebäude. Keller und Erdgeschossteile werden auf etwa 1200 datiert. Untersuchungen eines hölzernen Türsturzes ergaben 1186 als Jahr der Baumfällung. Zwei Hausteile bilden das heutige Erscheinungsbild zur Straße, der linke rötlich, der rechte weiß. Ein zusammenfassender Umbau vereinte zwei Häuser 1535 zu dem größeren und linken Gebäudeteil. Auffallend sind die Vorhangbogengewände der Fenster im ersten Obergeschoss. Unter dem schmiedeeisernen Wirtshausschild steckt ein Strohbusch in einem eckig gemauerten Bierloch. Hölzerne Geschosseinbauten, Dachwerke, zahlreiche Portale und ornamentale Wandfassungen geben diesem Haus eine große baugeschichtliche und künstlerische Bedeutung.

Seit grundlegender Sanierung 2002/3 bietet der „Goldene Schwan“ wieder Gastraum und eigengebrautes Bier. Spätmittelalterliche Deckenbalken liegen auf Steinkonsolen auf und prägen das Ambiente dieser Gasträume. Das erste Obergeschoss zeigt eine rekonstruierte barocke Kassettendecke. Mit sensibler Sanierung ist die Nutzung eines der ältesten Wohnhäuser Erfurts und einer traditionsreichen Gaststätte gelungen.


*****

Fotos: R. Tennstedt

Text: Andreas Schareck, Erfurt; mdv Mitteldeutscher Verlag Halle (Saale), 2014, S. 39f

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