Erfurt-Lese

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Erfurt-Lese

Michael Pantenius

Die Weinstraße Saale-Unstrut
Mit der Weinroute an der Weißen Elster und der Weinstraße Mansfelder Seen
Reiseführe

Als Weinliebhaber muss man nicht immer Richtung Süden fahren, um an gute Tropfen zu gelangen. Mitten in Sachsen-Anhalt finden sich Weinstandorte mit jahrhundertealter Tradition, kann man in einer landschaftlich schönen, an historischen Bauten reichen Umgebung erlesene Kreszenzen genießen.

In neun detailliert beschriebenen Touren lädt Autor Michael Pantenius dazu ein, die Weinstraße Saale-Unstrut – mit der Weinstraße Mansfelder Seen und der Weinroute an der Weißen Elster – kennenzulernen. Der reich bebilderte und mit Karten versehene Reiseführer enthält neben den Routenvorschlägen zu den lokalen Weingütern und Sehenswürdigkeiten ein Wein-ABC, Hinweise auf regionale Feste sowie Tipps zur Übernachtung und Gastronomie.

Unser Leseangebot
Ehemalige Stasihaftanstalt

Ehemalige Stasihaftanstalt

Andreas Schareck

Gegenüber der Kirche steht auf der Andreasstraße das 1949 errichtete Polizeigebäude. Dieses und das in Richtung Domplatz hinter hohen Ziegelmauern gelegene alte Stadtgefängnis sind für viele heute noch mit Erinnerungen an Angst und Schrecken verbunden. Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) besaß mit der Westseite der Andreasstraße vom Bezirksgericht (Domplatz/Andreasstraße) über Stasi-Knast“ bis hin zur Stasi-Zentrale eine geballte Front als Macht- und Schaltzentrale. Das ehemalige Gerichtsgefängnis wurde 1874 bis 1879 gebaut. In den Mauern des alten Gefängnisses befand sich ab 1952 eines der gefürchteten 17 Stasi-Untersuchungsgefängnisse der DDR. Bis 1989 wurden hier über 5.000 Menschen aus „politischen Gründen“ eingesperrt.

Der Teil des alten Stadtgefängnisses, der als Stasi-Haftanstalt diente, wird heute als Gedenk- und Bildungsstätte mit einer Dauerausstellung zu den Themen „Haft, Diktatur und Revolution“ genutzt.

Untersuchungshaft für Andersdenkende

Statt Fenstern dämmten Glasbausteine das Licht, Luft- und Temperatur waren unerträglich. Licht- und Heizungsschalter lagen im Gang für die Häftlinge unerreichbar. Festnahme („zur Klärung eines Sachverhaltes“), Schockvernehmung, Isolierhaft, Verhörserien, Schlafentzug, massive Drohungen (lebenslange Haft, Sippenhaft) und gesundheitsschädigener Psychodruck sind nur einige Fakten des Grauens.

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Textauszug aus: Andreas Schareck, Erfurt; mdv Mitteldeutscher Verlag Halle (Saale), 2014, S. 34



Das Gebäude selbst ist ein preußischer Gefängnisbau aus dem Kaiserreich. Eine Tafel im Innenhof dokumentiert die Geschichte des Hauses.


Die Bildungsstätte Andreasstraße ist Di/Do 12:00-20:00 Uhr und Fr-So 10:00-18:00 Uhr geöffnet
Führungen sonntags 14:00 Uhr oder nach Vereinbarung

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Fotos: Andreas Perschon

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Ehemalige Stasihaftanstalt

Andreasstraße 37a
99084 Erfurt

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