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Die verlassene Schule bei Tschernobyl - Lost Place

Nic

Am 26. April 1986 kam es im Atomkraftwerk Tschernobyl zu einer der schlimmsten Nuklearkatastrophen. Die freigesetzte Radioaktivität entsprach dem zehnfachen der Atom-Bombe von Hiroshima 1945. Erst drei Tage später wurde die 3 km entfernte Stadt Prypjat evakuiert und alle Bürger mussten ab 14 Uhr "vorübergehend" ihren Wohnort verlassen. Seither ist die Mittelschule der Stadt verwaist.

30 Jahre Leerstand hinterlassen Ihre Spuren. Doch genau die machen den Ort sehenswert. Der Großteil der Mittelschule ist in einem unberührten Verfallszustand. Die Wände verlieren ihre Farbe, die alten Schulbücher erinnern an den einstigen Schulalltag. Das Heft zeigt Klassenräumen, Flure, die Turnhalle und die große Schulaula.

Das Heft bietet in der Mitte ein doppelseitiges Poster.

ISBN: 978-3-86397-121-2

Preis: 3,00 €

Richard-Breslau-Denkmal

Richard-Breslau-Denkmal

Tina Romstedt

Biegt man von der Löberstraße stadtauswärts kommend nach rechts in den Parkweg am Flutgraben ab, erblickt man ein Denkmal, von dem viele nicht zu sagen wissen, zu wessen Gedenken es errichtet wurde. Es ist aus Sandstein gefertigt und befindet sich direkt auf dem Grünstreifen zwischen den beiden Wegen. Erst bei näherem Herantreten gibt die Inschrift dem Betrachter preis, dass es sich um eine Gedenkstätte für Richard Breslau handelt.

Das eingearbeitete Reliefportrait zeigt den Mann, der für die Entwicklung der Stadt Erfurt von einiger Bedeutung war. Als erster Oberbürgermeister Erfurts stand Breslau 1871 vor der Herausforderung, den Bedürfnissen des aus seinen Mauern wachsenden, gleichsam seine Mauern sprengenden Erfurts in allen Angelegenheiten gerecht zu werden. In seiner 18-jährigen Amtszeit stellte er sich allen Problemen der Stadt mit weitsichtigen Entscheidungen. Die Anlegung des Flutgrabens gilt bis heute als sein größter Verdienst für die Stadt.

 

Nach Breslaus Tod beauftragte der Magistrat der Stadt den Bildhauer Carl Melville mit der Errichtung eines repräsentativen Gedenkortes. Enthüllt wurde 1912 eine ganze Brunnenanlage, von der heute nur noch die Stelengruppe erhalten ist. Die Flachrelieffigur rechts nimmt Bezug auf Breslaus Förderung von Industrie und Bauwesen. Die linke männliche Figur symbolisiert mit dem Hermesstab und geflügeltem Rad Breslaus Verdienste um Handel und Verkehr (Eisenbahn). Das Wasserbecken und die Putten gingen bei der Umsetzung des Denkmals in den 50er Jahren verloren. Schade.


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Fotos: Tina Romstedt

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Löberwallgraben
99096 Erfurt

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