Erfurt-Lese

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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Reliefzyklus zur Stadtgeschichte

Reliefzyklus zur Stadtgeschichte

Tina Romstedt

Vor den Toren des mittelalterlichen Erfurts drehen sich die Waidmühlen
Vor den Toren des mittelalterlichen Erfurts drehen sich die Waidmühlen

Unter der Hand der aus Erfurt stammenden Bildhauerin Anke Besser-Güth entstanden Anfang der Siebziger Jahre fünf Reliefs zur Erfurter Stadtgeschichte.  Zu sehen sind (1.) der Waidhandel, der das mittelalterliche Erfurt zu einer wirtschaftlichen Macht werden ließ; (2.) die Humanistischen Gelehrten, die einst alle an die freie Erfurter Universität strömten; (3.) die Revolution von 1848; (4.) die Anfänge der Arbeiterbewegung und letztendlich (5.) die Schaffung und Umsetzung des friedvollen Sozialismus.

um 1520: Humanismus und Reformation
um 1520: Humanismus und Reformation
Anke Besser-Güth war damals Sektionsleiterin der Bildhauer im Bezirk Erfurt. Die Aussage ihres Reliefzyklus ist deutlich: Sie stellt den Lauf der Geschichte als Weg zur Durchsetzung des friedlichen Sozialismus. Diese Interpretation der Historie steht klar im Sinne der ehemaligen DDR-Ideologie. 
Wie auch immer man heute zu dieser Geschichtsauffassung stehen mag, die fünf Reliefs gehören ebenso zur Geschichte der Stadt, wie andere Denkmäler auch. An der freistehenden Mauer in der Horngasse, zwischen Krämerbrücke und Spielplatz, sind sie zu besichtigen. 
*** Fotos: Tina Romstedt
18481891

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