Erfurt-Lese

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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Karsubke, Florian

Karsubke, Florian

Florian Karsubke wurde in Schleswig-Holstein geboren und entschied sich nach einem Kurzurlaub in Erfurt dazu, in Thüringen studieren zu wollen. Damals faszinierten ihn die Ruhe der Innenstadt sowie die überraschende Heimeligkeit, die sich schnell bei ihm einstellte. 2008 begann er dann ein Studium der Literaturwissenschaft und der Philosophie an der Universität Erfurt. Erst langsam kommt Florian in Erfurt an, und daher freut es ihn im besonderen Maße, für die Lese-Seiten des Bertuch Verlags recherchieren zu dürfen und sich somit vermehrt mit dem Stadtbild und seiner Geschichte auseinandersetzen zu können.

Spät entdeckte er seine Leidenschaft für die Literatur, und noch später selbige für die Literaturwissenschaft, die ihn jedoch bis heute gefangen hält. Sein besonderes Interesse gilt der Zombologie, der Untoten-Forschung, sowie der auch hierin ausgedrückten gedanklichen Bewegung, Identitätsstrukturen in Frage zu stellen. Dass er zudem als Veganer und Feminist auftritt, hat hierbei schon oft für fragende und ungläubige Gesichter gesorgt.

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