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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Christoph Klesch

Christoph Klesch

Winfried Neubert

Christoph Klesch ist als Lyriker und lutherischer Prediger in die Geschichte eingegangen. Über 80 Werke (theologische Streitschriften, wie auch Lyrikbände) sind unter seinem Namen veröffentlicht worden.

Klesch wurde 1632 im heute zur Slowakei gehörenden Ort Iglo geboren. Damals stand ganz Europa im Krieg miteinander um den richtigen Glauben. Klesch hatte insoweit Glück, als er abseits der großen Schlachtfelder, am Rande der Tatra als Sohn eines Bergmeisters und Zechenteilhabers aufwuchs. Jedoch verstarb der Vater bereits, als sich Christoph erst im Alter von fünf Jahren befand. Es ist anzunehmen, dass sich darauf der zwölf Jahre ältere Bruder Daniel Klesch zunehmend um ihn kümmerte. Vielleicht zog er mit diesem durch mehrere Orte Schlesiens und Sachsens, bis er 1648 in Breslau das Gymnasium besuchte. Zu Beginn der 1650er Jahre studierte er an der Wittenbergischen Universität Philosophie und lutherische Theologie und trat somit in die Fußstapfen seines Bruders.
Im Alter von 22 Jahren nahm er in Felka eine Stelle als Diakon an, zog in den folgenden Jahren über Bartfeld und Matthiasdorf nach Georgenberg, wo er ab 1661 als Pastor und Schulinspektor arbeitete.

Anlässlich der österreichischen Gegenreformation 1673 wurde Klesch aus dem Kirchendienst Österreich-Ungarns vertrieben und kehrte an die Uni in Wittenberg zurück und erwarb seinen Magistertitel. Als Prediger und Schriftsteller lebte er anschließend in Jena und Tennstedt bei Weimar. In dieser Zeit erschienen bspw. die Titel „Redlich und Redender Reise-Gefährte eines aus Ungarn Vertriebenen” oder „Andächtige Elendsstimme auf Davids Harfenspiel”.

1684 kam er als Diakon nach Erfurt und schon ein Jahr später stand er der Kaufmannsgemeinde als Pfarrer vor. In diesem Amt weilte Christoph Klesch 20 Jahre lang bis zu seinem Tode im Jahr 1706. Es scheint, als hätte er nach vielem Umherziehen hier in der Stadt, wo Luther einst selbst gewirkt hatte, endlich seinen Platz und seine Bestimmung gefunden. In den Quellen wird als großer Erfolg vermerkt, dass er drei Türken im Namen Christi taufen konnte.