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Die verlassene Schule bei Tschernobyl - Lost Place

Nic

Am 26. April 1986 kam es im Atomkraftwerk Tschernobyl zu einer der schlimmsten Nuklearkatastrophen. Die freigesetzte Radioaktivität entsprach dem zehnfachen der Atom-Bombe von Hiroshima 1945. Erst drei Tage später wurde die 3 km entfernte Stadt Prypjat evakuiert und alle Bürger mussten ab 14 Uhr "vorübergehend" ihren Wohnort verlassen. Seither ist die Mittelschule der Stadt verwaist.

30 Jahre Leerstand hinterlassen Ihre Spuren. Doch genau die machen den Ort sehenswert. Der Großteil der Mittelschule ist in einem unberührten Verfallszustand. Die Wände verlieren ihre Farbe, die alten Schulbücher erinnern an den einstigen Schulalltag. Das Heft zeigt Klassenräumen, Flure, die Turnhalle und die große Schulaula.

Das Heft bietet in der Mitte ein doppelseitiges Poster.

ISBN: 978-3-86397-121-2

Preis: 3,00 €

Michaleliskirche

Michaleliskirche

Anette Huber-Kemmesies

An der via regia im jüdischen Viertel Erfurts entstand bereits 1183 eine dem Straßenverlauf angepasste, trapezförmige Kirche. Auf ihren Grundmauern wurde 1278 bis 1290 eine gotische Saalkirche für die Michaelisgemeinde errichtet. Nur der untere Teil des Turmes stammt noch vom Vorgängerbau.

Mit der Gründung der Erfurter Universität, deren Hauptgebäude gegenüber der Kirche errichtet worden war, wurde aus der Pfarrkirche eine Universitätskirche. Durch die immer größer werdende Zahl an Studenten wurde 1451 ein Nordflügel angebaut. Um 1500 vollendete man den Bau der Dreifaltigkeitskapelle.

Als Martin Luther in den Jahren 1501 bis 1505 in Erfurt studierte, besuchte er regelmäßig die Messe in der Michaeliskirche. Im Jahr 1520 fand der erste evangelische Gottesdienst in dieser Kirche statt. Am 21. Oktober 1522, fünf Jahre nach seinem berühmten Thesenanschlag gegen den Ablasshandel in Wittenberg, hielt Martin Luther selbst eine Predigt über den „Glauben von den Werken″ in diesen Mauern.

In den folgenden Jahren fanden immer weitere Überholungsarbeiten statt. Nach der Schließung der Universität 1816 wurde die einstige Universitätskirche zur Gemeindekirche.

1928 erfolge dann der Westanbau. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Kirche stark beschädigt, woraufhin sie in den Jahren 1958 bis 1960 umfangreich restauriert wurde. Seit 1973 gehört die Michaeliskirche zur Evangelischen Stadtmission.

Zu den bedeutendsten kulturhistorischen Kunstwerken der Kirche zählt, neben den hölzernen Spitztonnen (Decken-Gewölbeform) aus dem 15. Jahrhundert und einer prächtigen Orgel, die älteste Glocke Erfurts. Sie wurde bereits 1380 gegossen und trägt den Namen „Katharina″. 

Sollten Sie die Gelegenheit haben, eines der in der Michaeliskirche veranstalteten Konzerte besuchen zu können, nutzen Sie diese. Und verpassen Sie auch nicht, den kleinen spätgotischen Innenhof zu besichtigen. 

***

Fotos: Tina Romstedt

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Michaleliskirche

Michaelisstraße 10
99084 Erfurt

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