Erfurt Lese

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Florian Russi
Symbolon
Europas Kinder auf Reisen
Roman

Reise durch den Kontinent – auf der Suche nach Harmonie und Frieden

Die Menschen und die Götter – vielleicht ist das ein Symbol für den ewigen Widerstreit, die Ambivalenz in der Welt. Zeus grämt schon lange die Ferne zwischen Göttlichkeit und Menschheit, das Auseinanderdriften der einstigen Harmonie. Deshalb schickt er zwei seiner Söhne von Kreta aus quer durch Europa, um eine Art Götter- und Menschentag an einem Ort des Friedens einzuberufen und so das Schicksal des Kontinents in ein glückliches zu wenden und die alte Einheit wiederherzustellen. Dafür braucht er die Hilfe all seiner Götterkollegen, die den verschiedenen Völkern Europas heilig sind … Ein nur ansatzweise antiker Plot – Verweise auf die unmittelbare Gegenwart sind unübersehbar.

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Andreasviertel

Andreasviertel

Andreas Schareck

Das Andreasviertel liegt im Norden der Altstadt und übt durch seine liebevoll restaurierten Fachwerkhäuser und gemütlichen Hinterhöfe einen ganz besonderen Reiz aus. Wer durch das Viertel spaziert, vergisst schnell, dass Erfurt eine Großstadt ist. Die schmalen Gassen und die niedriggeschossigen Häuschen erinnern eher an eine Dorfidylle. Vielleicht ist es gerade diese Atmosphäre, die das Viertel, das unweit des Domplatzes liegt, zu einem der beliebtesten Wohngebiete in Erfurt macht. Dabei wurde das Gebiet seit dem 12. Jahrhundert von Handwerkern bewohnt, sodass man prachtvolle Häuser, wie man sie zum Beispiel um den Fischmarkt herum findet, vergeblich sucht. Einige Straßennamen, wie etwa die Weber- oder Pergamentergasse, erinnern noch heute an die ehemaligen Bewohner dieses Quartiers.

Die Pläne, das Viertel Ende der 80er abzureißen, wurden nicht umgesetzt, und so ist es einer Bürgerinitiative und wohl auch dem knappen Budget für derlei Bauvorhaben zu verdanken, dass das romantische Stadtgebiet noch heute steht.

Im Mittelalter befand sich neben den Wohnhäusern der Handwerker auch der jüdische Friedhof im Andreasviertel. Dort, wo heute die Große Ackerhofsgasse liegt, hatten einst die jüdischen Grabsteine ihren Platz. Als die Juden in der Mitte des 15. Jahrhunderts der Stadt verwiesen worden, errichtete man auf dem frei gewordenen Platz zunächst die städtische Scheune und später den Großen Kornspeicher. Die Grabsteine finden sich bis heute im gesamten damaligen Stadtgebiet wieder – als Baumaterial für Gebäude und Straßen.


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Foto: A. Perschon

Textquelle:

Andreas Schareck: Erfurt, mdv Mitteldeutscher Verlag GmbH, Halle (Saale), 2014, S. 32

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Andreasviertel


99084 Erfurt

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