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Radu Țuculescu

Metzgerei Kennedy
Roman
Aus dem Rumänischen von Peter Groth

Im Städtchen Untermond in Siebenbürgen ist für Montagmorgen die Eröffnung eines Geschäfts angekündigt. Nichts Besonderes, wäre da nicht dieser ungewöhnliche Name: »Metzgerei Kennedy«. Doch ehe es so weit ist, kommt es in den drei Tagen und Nächten zuvor zu einer Reihe verwirrender Ereignisse. Dem Leser begegnen merkwürdige Gestalten, liebenswerte, lustige, ernsthafte. Pummelige Engel, Glühwürmchen, rote Teufelchen, Vampirmücken und Störche, die von einem Land träumen, in dem es Frösche regnet. Und manch einer in Untermond stellt sich die Frage: »Wer ist eigentlich dieser Kennedy?« Und die Engelchen zucken mit den Schultern, gleichgültig gegenüber den großen Problemen der Menschheit … Ein burlesker Roman mit dramatischen Seiten und solchen, die einen immer wieder zum Lachen bringen.

Andreasviertel

Andreasviertel

Andreas Schareck

Das Andreasviertel liegt im Norden der Altstadt und übt durch seine liebevoll restaurierten Fachwerkhäuser und gemütlichen Hinterhöfe einen ganz besonderen Reiz aus. Wer durch das Viertel spaziert, vergisst schnell, dass Erfurt eine Großstadt ist. Die schmalen Gassen und die niedriggeschossigen Häuschen erinnern eher an eine Dorfidylle. Vielleicht ist es gerade diese Atmosphäre, die das Viertel, das unweit des Domplatzes liegt, zu einem der beliebtesten Wohngebiete in Erfurt macht. Dabei wurde das Gebiet seit dem 12. Jahrhundert von Handwerkern bewohnt, sodass man prachtvolle Häuser, wie man sie zum Beispiel um den Fischmarkt herum findet, vergeblich sucht. Einige Straßennamen, wie etwa die Weber- oder Pergamentergasse, erinnern noch heute an die ehemaligen Bewohner dieses Quartiers.

Die Pläne, das Viertel Ende der 80er abzureißen, wurden nicht umgesetzt, und so ist es einer Bürgerinitiative und wohl auch dem knappen Budget für derlei Bauvorhaben zu verdanken, dass das romantische Stadtgebiet noch heute steht.

Im Mittelalter befand sich neben den Wohnhäusern der Handwerker auch der jüdische Friedhof im Andreasviertel. Dort, wo heute die Große Ackerhofsgasse liegt, hatten einst die jüdischen Grabsteine ihren Platz. Als die Juden in der Mitte des 15. Jahrhunderts der Stadt verwiesen worden, errichtete man auf dem frei gewordenen Platz zunächst die städtische Scheune und später den Großen Kornspeicher. Die Grabsteine finden sich bis heute im gesamten damaligen Stadtgebiet wieder – als Baumaterial für Gebäude und Straßen.


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Foto: A. Perschon

Textquelle:

Andreas Schareck: Erfurt, mdv Mitteldeutscher Verlag GmbH, Halle (Saale), 2014, S. 32

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Andreasviertel


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