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Mario Schneider
Tourist
Bild-Text-Band
Man könnte annehmen, das Thema »Tourist« brächte hauptsächlich Skurriles hervor, doch sind es vielmehr intime Begegnungen zwischen Fotograf und Objekt. Reisen verändern den Menschen. Diesen Wandel hat Mario Schneider, der sich wie auch in seinen Dokumentarfilmen am Menschen und dessen Wesen interessiert, in seinen eindrucksvollen Fotografien festgehalten.
Wir alle versuchen, den Touristen aus dem Weg zu gehen, und verwandeln uns doch regelmäßig selbst in sie. Gerade in diesen Zeiten, wo uns jede Flugreise ein schlechtes Gewissen beschert, wo Ozeanriesen Millionen von Besuchern über die Venedigs dieser Erde ausschütten, versucht Schneider den Menschen hinter dem Touristen zu entdecken – und tatsächlich, es gibt ihn auch dort – im Urlaub. Voller Freude, Liebe und Einsamkeit.
Mit Texten von Meike Wetzel, Jule Reckow und Mario Schneider.

Kulturhof zum Güldenen Krönbacken

Kulturhof zum Güldenen Krönbacken

Andreas Schareck

Links an die Dreifaltigkeitskapelle schließt sich das „Haus zum Gül­denen Krönbacken“ an. Es ist eines der ältesten Häuser Erfurts und bildet zusammen mit der „Galerie Waidspeicher“ das Ensemble des Kulturhofes. Den rechten frühgotischen Gebäudeteil ziert eine Renaissancefassade.

Im Erdgeschoss stützen korinthi­sche Säulen die Fenster und das Portal. Sitzsteine ragen links und rechts im Portal nur noch weni­ge Zentimeter aus dem Boden, denn die Michaelisstraße ist über die Jahrhunderte „gewachsen“. Die Wappen des Ehepaares „Ilgen von Milwicz“ und „Anna Schwan­flogelin“ bezeugen die Eigentü­mer des Hauses. Über den Wappen rahmt die geteilte Jahresangabe der Fassadenfertigstellung (1561) den frommen Hausspruch: „Gott spricht es, so geschieht es.“ Der lin­ke Teil des Bauensembles besteht aus dem gotischen Torhaus mit großer spitzbogiger Toreinfahrt. Im Schlussstein des Torbogens ist das Baujahr 1534 in gotischen Zif­fern festgehalten. In den darüber­liegenden zwei Fachwerkgeschos­sen zeigt das Gebälk Muschelorna­mentik.

Unter dem Torhaus hindurch bie­tet rechter Hand eine alte Tür Ein­lass. In den Sommermonaten finden hier monatliche Ausstel­lungen und Projekte Raum. Den hinteren Hofbereich begrenzt ein Waidspeicher, der aus dem Jahr 1468 stammt und die Galerie be­herbergt.

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Foto: A. Perschon

Textquelle: Andreas Schareck: Erfurt; mdv Mitteldeutscher Verlag GmbH, Halle (Saale), 2014, S. 39

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Michaelisstraße 10
99084 Erfurt

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