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Seine Werke gehört neben Goethe und Schiller zu den bedeutendsten der deutschen Klassik, auch wenn sein Leben im Wahnsinn endete. Eine Hinführung zum Verständnis von Hölderlins Persönlichkeit und Werk bietet Deutschlehrer Hans-Jürgen Malles in dem Buch:

Kennst du Friedrich Hölderlin?
978-3-937601-97-7
€ 14,80

Alte Oper

Alte Oper

Constanze von Kietzell

Im Südwesten von Erfurts Altstadt, unweit des Stadtgartens in der Gorkistraße, befindet sich die Alte Oper. Auf 970 Sitzplätzen können in dem neoklassizistischen Bau Opern, Konzerte, Kabarette, Theaterstücke, Lesungen, Comedy oder Musicals genossen werden.

 

Entstanden ist das ehemalige Stadttheater, das eine historische Drehbühne besitzt, Ende des 19. Jahrhunderts aus Bürgerwillen heraus. Im September 1894 öffnete es erstmals seine Pforten, das Glück war jedoch vorerst nur von kurzer Dauer. Bereits 1896 veranlassten baupolizeiliche Verordnungen die erste von einigen Schließungen, die Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten zur Folge hatten.

Nachdem das alte Stadttheater aus allen Nähten zu platzen drohte, erhielt Erfurt noch ein städtisches Theaterhaus hinzu, das Schauspielhaus. Daraufhin entschied man, das alte Stadttheater ausschließlich für die Sparte Oper und Musical zu nutzen. Jahrzehntelang trug es nun den Namen „Opernhaus". Die heute übliche Bezeichnung „Alte Oper" versteht sich in den Bezug auf den Neubau am Brühl.

 

Denn im Sommer 1997 musste das ehemalige Stadttheater wegen baulicher Mängel geschlossen werden und der Spielbetrieb wurde mit Einschränkungen erst einmal in das Schauspielhaus verlegt.  Bis zur Fertigstellung des neuen Theaterhauses „Neue Oper" hinterm Dom, diente über einige Jahre hinweg auch ein großes Theaterzelt gegenüber der Thüringenhalle als Aufführungsort.

Lange Zeit stand das alte Opernhaus somit leer und die Zukunft war ungewiss. Das notwendige Geld zur Sanierung fehlte und die Stadt erwog schon Abrisspläne.  Doch dann fand sich ein Weg, das Haus neu zu beleben. Der heutige Intendant Wolfgang Staub investierte in die Instandsetzung und schaffte es, dass nach siebenjähriger Spielpause das Haus zum 110. Jahrestag, nämlich 2004, erneut feierlich eröffne werden konnte.

 

Heute ist die Alte Oper eins von drei Spielstätten des DASDIE Veranstaltungs- und Kongresszentrums, das im Jahr rund 450 Veranstaltungen zum Erfurter Kulturleben beiträgt. Erleben kann man hier Größen wie Nana Mouskouri, Die Prinzen oder Ute Freudenberg, Lesungen von Bastian Sick oder Wladimir Kaminer beiwohnen, über Dieter Hildebrandt, Ingolf Lück oder Ralf Schmitz lachen oder den wohltuenden Klängen des belgischen Mädchenchores Scala und der Wiener Sängerknaben lauschen. Auch Ballettliebfreunde haben, gerade zur Weihnachtszeit, ihre Freude, wenn „Schwanensee" oder „Der Nussknacker" aufgeführt werden. Kinder sind ebenfalls gern gesehene Gäste, zum Beispiel bei Musicals wie „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel".

 

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Fotos: Constanze von Kietzell

Alte Oper

Theaterstraße 1
99084 Erfurt

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