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"... mein Leben, das allerqualvollste, das ein Mensch je geführt hat." So schrieb Heinrich von Kleist an eine seinem Herzen nahe stehende Verwandte wenige Stunden, bevor er sich mit seiner Todesgefährtin am Wannsee erschoss.

Reliefzyklus zur Stadtgeschichte

Reliefzyklus zur Stadtgeschichte

Tina Romstedt

Vor den Toren des mittelalterlichen Erfurts drehen sich die Waidmühlen
Vor den Toren des mittelalterlichen Erfurts drehen sich die Waidmühlen

Unter der Hand der aus Erfurt stammenden Bildhauerin Anke Besser-Güth entstanden Anfang der Siebziger Jahre fünf Reliefs zur Erfurter Stadtgeschichte.  Zu sehen sind (1.) der Waidhandel, der das mittelalterliche Erfurt zu einer wirtschaftlichen Macht werden ließ; (2.) die Humanistischen Gelehrten, die einst alle an die freie Erfurter Universität strömten; (3.) die Revolution von 1848; (4.) die Anfänge der Arbeiterbewegung und letztendlich (5.) die Schaffung und Umsetzung des friedvollen Sozialismus.

um 1520: Humanismus und Reformation
um 1520: Humanismus und Reformation
Anke Besser-Güth war damals Sektionsleiterin der Bildhauer im Bezirk Erfurt. Die Aussage ihres Reliefzyklus ist deutlich: Sie stellt den Lauf der Geschichte als Weg zur Durchsetzung des friedlichen Sozialismus. Diese Interpretation der Historie steht klar im Sinne der ehemaligen DDR-Ideologie. 
Wie auch immer man heute zu dieser Geschichtsauffassung stehen mag, die fünf Reliefs gehören ebenso zur Geschichte der Stadt, wie andere Denkmäler auch. An der freistehenden Mauer in der Horngasse, zwischen Krämerbrücke und Spielplatz, sind sie zu besichtigen. 
*** Fotos: Tina Romstedt
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