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Der Bronstein-Defekt

und andere Geschichten 

Christoph Werner

"Ich stellte bald an mir selbst die Verführung durch Zählen und Auswerten fest und empfand die Wonne, Gesetzmäßigkeiten bei gewissen Massenerscheinungen festzustellen. Nichts war vor mir sicher. Als erstes machte ich mich über die Friedhöfe her..."

Napoleon im Erfurter Volksmunde

Napoleon im Erfurter Volksmunde

Der Eindruck, den der Kaiser Napoleon I. auf die Erfurter gemacht hat, spiegelt sich in der Erzählung, dass dieser während seines Aufenthaltes in Erfurt auf seinem Schimmel die breiten Domstufen hinauf und herunter geritten sei.

Als er nach der Schlacht bei Leipzig noch einmal versuchte, seine Heerestrümmer hier zu sammeln, um den nachrückenden Siegern entgegentreten zu können, besichtigte er die Befestigungen des Petersberges. Auch hierbei soll er sich als kühner Reiter gezeigt haben. Er ritt nach der Überlieferung auf dem schmalen Steinrande der Festungsmauer, wo sie am höchsten ist, neben dem Abgrunde dahin. Man sagt, er habe es getan, um in seiner Verzweiflung über die verlorene Schlacht den Tod zu finden, ohne den Anschein des Selbstmordes zu erwecken. Aber sein trefflicher Schimmel vereitelte das Vorhaben seines Herren.

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Überlieferungen gefunden in:

Schulrat Dr. Kürsten/ Rektor Leineweber (Hrsg.): O du Heimatflur. Eine Heimatkunde der Stadt Erfurt in Einzelschriften. Heft 1. Erfurter Sagen, Kenser´sche Buchhandlung Erfurt (ca. 1940)