Erfurt Lese

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Unser Leseangebot

Weihnachten

Ein Fest der Familie und des Friedens

Florian Russi, Herbert Kihm (Hg.)

Alle Jahre wieder feiern wir das Weihnachtsfest im Kreise unserer Familie und lassen althergebrachte Traditionen in familiärer Atmosphäre aufleben. Doch wo hat das Fest seinen Ursprung, warum feiern wir Weihnachten und woher stammt der Christbaum?

Das liebevoll gestaltete Heftchen gibt Auskunft hierüber und enthält zudem eine kleine Sammlung der bekanntesten Weihnachtslieder. Des Weiteren Rezepte laden zum Kochen und Backen ein.

Faustgässchen

Faustgässchen

Gegen die Mitte der Schlössergasse zu Erfurt geht ein Gäßchen zwischen Häusern durch, so schmal, daß ein Dicker nicht durch kann; das ist Doktor Fausts Gäßchen, und da hindurch fuhr Faustus, als er in Erfurt war, mit einem ganzen Fuder Heu.

So kurz fasst Ludwig Bechstein die Begebenheit in Text Nr. 591 seines Deutschen Sagenbuchs zusammen. Ausführlicher erzählt es ein anonymer Überlieferer:

Doktor Faust, der große Zauberer, schloss zu Erfurt mit seinen Studenten eine Wette darüber ab, dass er durch ein schmales Gässchen, in dem zwei Personen nicht aneinander vorbeigehen konnten, vierspännig mit einem Fuder Heu fahren wolle.

Unter dem Zulauf vieler Leute fuhr der berühmte Schwarzkünstler mit vier Ochsen einen großen Wagen voll Heu durch die Schlössergasse bis vor das enge Gässchen. Dort erhob er seine rechte Hand, in der er seinen Zauberstab trug, und sofort verwandelten sich die Ochsen in vier Mäuse, der Wagen wurde zu einem Strohhalm. Damit fuhr Doktor Faust dann durch das Gässchen. Am andern Ende, in der Borngasse, wurde aus dem winzigen Gefährt wieder der mächtige Heuwagen von früher, von vier Ochsen gezogen. Doktor Faust hatte damit seine Wette gewonnen.

Die schmale Gasse ist nach diesem sagenhaften Geschehen das Faustgässchen benannt.