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Achtzehn Sehenswürdig-keiten in Text und Bild erschienen im Bertuch Verlag Weimar.

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Reglerkirche

Reglerkirche

Tina Romstedt

Ein wenig versteckt hinter zwei großen Kastanien zeigt sich die Reglerkirche nur aufmerksamen Passanten. Dabei lädt das neu gestaltete Außengelände manch müden Fuß dazu ein, auf einer der Bänke Platz zu nehmen und auszuruhen.
Bei dieser Gelegenheit erhält man einen Blick auf den eindrucksvollen Sakralbau. Was dem Betrachter sogleich ins Auge sticht, sind die zwei verschiedenartigen Türme. Der eine weist noch auf den romanischen Ursprung der Kirche zurück. Mit seinen wenigen und nur kleinen Lichtöffnungen und dem gedrungenem Spitzdach wirkt er überaus wuchtig. Der andere Turm gibt sich barock. Einst war auch er romanischer Gestalt und sicherlich glich er seinem Gegenüber wie ein Ei dem anderen. Doch war er im Laufe der Zeit so baufällig geworden, dass er Anfang des 18. Jahrhunderts abgetragen werden musste, um 1743 in barocker Form neu errichtet zu werden.

Gegründet wurde die Reglerkirche von der Bruderschaft der regulierten Kanoniker. Mit Beginn des 12. Jahrhunderts verlegten die Brüder ihren Sitz von der Allerheiligenkirche hin zum südöstlichen Rand der mittelalterlichen Stadt und erbauten hier ein neues Hospital mit Stiftsgebäude und Kirche, eben die Reglerkirche.
Schauen Sie ruhig einmal hinein. In den kühlen Mauern verbirgt sich ein kleiner Schatz der Spätgotik: Ein Flügelaltar aus der Mitte des 15. Jahrhundert. Aber auch der Innenhof und die Reste des Kreuzganges lohnen einen Besuch.

***

Fotos: Tina Romstedt

Reglerkirche

Bahnhofstraße 7
99084 Erfurt

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